Was ist in meinem Kamerarucksack 2019?

Geschätzte Lesezeit: 16 Minuten

Dieser Beitrag wurde zuletzt am 20. Juli 2019 um 15:57 aktualisiert.

Inhaltsverzeichnis

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Der perfekte Rucksack für Kameras und Technik – Lowepro ProTactic 450 AW

Inzwischen gibt es eine zweite Version, undzwar den Lowepro ProTactic 450 AW II*, die wesentlich bequemere Schultergurte hat. Ansonsten ist auch die erste Version ein super gut organisierbarer Rucksack mit tollen Funktionen und guter Verarbeitungsqualität. Für jeden Fotografen und Filmmaker absolut empfehlenswert!

Peak Design Capture Clip

Mit dem Peak Design Capture Clip* lässt sich jede Kamera ganz einfach am Rucksack tragen. Die Schnellwechselplatte basiert auf dem Arca-Swiss-Standard und lässt sich somit auch an jedem Stativ und jeder Basisplatte mit Arca-Swiss-Standard verwenden.

Ich besitze zwei Versionen: V2 und V3. Die neuere Version sieht zwar etwas edler aus, ist dafür aber auch insgesamt etwas kleiner und könnte somit nicht an jeden Rucksack passen. Beim Lowepro ProTactic 450 AW ist es allerdings kein Problem.

Man sollte allerdings beachten, dass die Schnellwechselplatte vom V3 nicht auf die Basisplatte vom V2 Modell passt. Andersherum geht es jedoch ohne Probleme.

An dieser Stelle ein kleiner Tipp: Wer sich diese Basisplatte mit Arca-Swiss-Standard* holt, kann sie z. B. auf einem Gimbal, Stativ, etc. befestigen und anschließend ganz einfach zwischen Capture Clip, Stativ, Gimbal, usw. wechseln. Ein geniales kleines Accessoire, welches richtig viel Zeit und Nerven spart und nicht viel Geld kostet.

Die beste Kamera 2019 – Panasonic Lumix GH5

Auch im Jahr 2019 noch ist die Panasonic Lumix GH5* meiner Meinung nach die beste Kamera auf dem Markt. Das hat viele Gründe, aber hier sind die wichtigsten Gründe, weshalb die GH5 der beste Hybrid für Fotos und Videos ist.

  • UHD (3840×2160) bei 25 Bildern mit 10 Bit 4:2:2
  • FULL HD (1920×1080) bei 60 Bildern mit 10 Bit 4:2:2
  • FULL HD (1920×1080) bei bis zu 180 Bildern (Viel bessere Qualität bei 120/125 Bildern)
  • VLOG-L und internes LUT-Monitoring, sowie HLG Bildprofile für hohen Dynamikumfang
  • Extended Tele-Converter für mehr Brennweite ohne Qualitätsverlust
  • Intuitive Funktionen zur Erstellung von Zeitraffern (Timelapses)
  • IBIS (In-Body-Image-Stabilization) – Sensorstabilisierung sorgt für ruckelfreie Aufnahmen
  • Fokusübergänge lassen sich programmieren und in 3 Stufen über den Touchscreen oder die Tasten steuern
  • Bracketing (Fokus für Makro, Belichtung für HDR)
  • 6k Foto-Modus (30 FPS JPEG Burst), 4K Foto-Modus (60 FPS JPEG Burst)

Es gibt noch viele andere Gründe, aber das sind meine persönlichen Favoriten.

Objektive für die GH5 und MFT mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Der wohl größte Vorteil der GH5 ist der kleine aber immer noch ausreichend große MFT-Sensor. Dieser erlaubt es, eine Vielzahl verschiedener Objektive zu adaptieren.

Wer z. B. ein 50mm f/1.8 Objektiv mit Dummy Adapter ohne Funktionen an der GH5 adaptiert, erhält wie bei anderen MFT-Objektiven die doppelte Brennweite bei gleichbleibender Lichtstärke, also 100mm f/1.8. Anders verhält es sich allerdings mit der Freistellung. Diese sieht im Vergleich zu Vollformat aus, wie bei einem 100mm f/3.6 Objektiv.

Und dann gibt es da noch Speedbooster und Fokalreduktor, welche die Brennweite im Gegensatz zu Tele-Konvertern verringern und gleichzeitig die Blende auf magische Art und Weise lichtstärker machen.

Metabones Speedbooster XL für Vollformat Objektive

Vor zwei Jahren bereits habe ich mir als ersten Adapter den Speedbooster XL von Metabones* gekauft. Dieser ist vor allem für Vollformat Objektive super geeignet, weil er einen Crop-Faktor von 0,64 besitzt. Bei Objektiven, welche für APS-C vorgesehen sind, ist dieser Crop-Faktor meist zu stark und sorgt für Vignetting an den Bildrändern.

Durch diesen Crop-Faktor erhöht der Speedbooster außerdem noch die Lichtstärke von jedem Objektiv um 1,3 Blendenstufen.

Viltrox EF-M2 Fokalreduktor für APS-C Objektive

Als ich gemerkt habe, dass mit dem Speedbooster XL von Metabones im Fotomodus sehr schnell zu Vignetting kommen kann, kaufte ich mir den EF-M2 von Viltrox*. Der Viltrox Fokalreduktor besitzt im Vergleich zum Metabones Speedbooster XL nur einen Crop-Faktor von 0,71 und erhöht die Lichtstärke um nur eine Blendenstufe.

Zwar lässt sich der Viltrox Fokalreduktor auch in Kombination mit Vollformat Objektiven verwenden, nutzt hier allerdings nicht das volle Potenzial.

Wie lässt sich die Brennweite und Blende in Kombination mit Speedbooster oder Fokalreduktor berechnen?

Die Brennweite und Blende lässt sich im Übrigen sehr leicht wie folgt berechnen:

Brennweite x Crop-Faktor (Speedbooster) x Crop-Faktor (Sensor) = Brennweite (Äquivalent zu Vollformat)

50mm x 0,64 x 2 = 64mm

Bei der Blende unterscheidet man zusätzlich zwischen Lichtstärke und Freistellung. Wer die Lichtstärke berechnen will, muss den Crop-Faktor des Sensors nicht zusätzlich multiplizieren.

Blende x Crop-Faktor (Speedbooster) = Blende (Lichtstärke)

1,8 x 0,64 = 1,152

Wenn man die zu Vollformat äquivalente Freistellung ausrechnen möchte, muss der Sensor zusätzlich multipliziert wird.

Blende x Crop-Faktor (Speedbooster) x Crop-Faktor (Sensor) = Blende (Freistellung)

1,8 x 0,64 x 2 = 2,304

Auf Vollformat würde das einem 64mm Objektiv mit einer Blende von f/2.3 entsprechen. Was man hier beachten sollte, ist jedoch, dass man dennoch eine Lichtstärke von gerundet f/1.2 hat, wenn man einen Speedbooster verwendet.

Panasonic Lumix G 12-35mm f/2.8 II

Das 12-35mm f/2.8 II von Panasonic* war das erste Objektiv, das ich mir für die GH5 gekauft habe. Es ist staub- und spritzwassergeschützt und funktioniert sogar noch bei bis zu -10°C. Letzteres musste ich zwar noch nicht auf die Probe stellen, aber was den Spritzwasserschutz betrifft, habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. In Singapur hat es uns zu Silvester mit starkem Regen überrascht. Die GH5 und das 12-35mm f/2.8 II haben den Regen problemlos überlebt. Leider hat mein Objektiv inzwischen ein paar kleinere Staubeinschlüsse. Diese beeinflussen die Bildqualität allerdings nicht und man sieht sie nur bei vollständig geschlossener Blende, wenn man etwas eintöniges wie z. B. einen blauen Himmel fotografiert.

Das Objektiv von Panasonic ist scharf, hat eine super nützliche Brennweite und außerdem eine konstante Blende, was vor allem für den Videobereich sehr sinnvoll ist! Achja und dann gibt es da noch Dual IS 2. Sensor und Objektiv arbeiten im Einklang und erzeugen so ein unglaublich ruhiges Ergebnis. Man kann bei 35mm (70mm) aus der Hand filmen und dank IS Lock ein komplett ruhiges Bild ohne jegliche Bewegung erhalten.

Man sollte übrigens noch wissen, dass manuelles Fokussieren mit den meisten MFT Objektiven und auch dem 12-35mm nahezu unmöglich ist, da das sog. Fly-by-Wire Fokussystem verwendet wird. Das ist erstens sehr ungenau und hat zweitens eine spürbare Latenz. Zum Glück bietet die GH5 eine Funktion für Fokusübergänge, welche diesen Nachteil quasi wieder ausgleicht. Allerdings muss diese Funktion immer erst eingestellt werden und ist somit nur bedingt für Run & Gun brauchbar.

Vor allem für Anfänger gibt es jedoch kaum ein besseres Objektiv als das 12-35mm f/2.8 II von Panasonic. Außer man möchte etwas mehr Brennweite haben und Lichtstärke ist eher nebensächlich. Dann ist das folgende Objektiv vielleicht besser.

Panasonic Leica DG Vario-Elmarit 12-60mm f/2.8-f/4

Das Leica 12-60mm f/2.8-f/4* hat einen etwas größeren Brennweitenbereich als das 12-35mm f/2.8 II und das macht in der Praxis einen merkbaren Unterschied. Die Blende wird allerdings recht schnell dunkler, sodass man eigentlich nur bei 12mm (24mm) von der Blende f/2.8 profitieren kann.

Abgesehen davon ähnelt das Leica 12-60mm dem Panasonic 12-35mm sehr. Es ist zwar bei gleicher Brennweite etwas schärfer, hat dafür aber natürlich auch einen Nachteil in der Lichtstärke. Dual IS funktioniert ebenfalls sehr gut und erzeugt ruhige Aufnahmen. Das Objektiv ist ebenfalls spritzwasser- und staubgeschützt und bis zu -10°C verwendbar. Das Problem mit dem manuellen Fokussieren besteht aber leider auch bei diesem Objektiv. Wer seinen Fokus vor allem auf Videos legen möchte, für den ist das nächste Objektiv von Sigma vielleicht sinnvoller.

Sigma 18-35mm f/1.8

Das Sigma 18-35mm f/1.8* wird überall groß gepriesen und gelobt und das hat auch einen ganz bestimmten Grund: Wer das Objektiv mit einem Speedbooster adaptiert, erhält ein ca. 25-50mm f/1.3. Und so ein Objektiv gibt es einfach nicht. Nur ein Speedbooster bzw. Fokalreduktor macht es möglich. Das Sigma 18-35mm f/1.8 ist super für Technik-Aufnahmen, da es knackscharf ist und gleichzeitig ein wunderschön zartes Bokeh besitzt, welches jede Aufnahme zu etwas Besonderem macht.

Das Gewicht des Objektivs beträgt mit Speedbooster bzw. Fokalreduktor zwar ca. 1kg und ist somit für Reisen eher weniger zu gebrauchen, kann aber auch ganz einfach als Hantel verwendet werden, um auf Reisen die notwendige Muskulatur aufzubauen, um ein solches Objektiv stets bei sich zu führen.

Ich hatte es während meiner Südostasien-Reise dabei und habe damit das Loy-Krathong Festival in Thailand gefilmt. Ich kenne kein anderes Objektiv, welches mir sonst diese Möglichkeit gegeben hätte. Fokussieren und Zoomen macht einfach richtig Spaß, weil die beiden Ringe sehr weich laufen und so präzises Zoomen und Fokussieren erlauben. Das Sigma 18-35mm f/1.8 ist und bleibt eins meiner Lieblingsobjektive, welches ich immer in meinem Kamerarucksack dabei habe!

Tokina 11-20mm f/2.8

Mit dem Fokalreduktor von Viltrox (EF-M2) wird das Tokina 11-20mm f/2.8* an der GH5 zu einem ca. 16-28mm f/2.0. Es gibt kein vergleichbares Objektiv, was bei gleicher Brennweite so lichtstark ist und außerdem noch ein 82mm Gewinde für Filter bereitstellt. Außerdem ist diese Kombination wesentlich günstiger als native Alternativen von Olympus oder Panasonic (7-14mm f/2.8 oder 8-18mm f/2.8-f/4) und ist gleichzeitig auch noch lichtstärker.

Man muss allerdings dazu sagen, dass die Abbildungsqualität des Objektivs von Tokina nicht so gut  ist, wie die der Alternativen von Panasonic und Olympus. Zum halben Preis kann man aber auch nicht viel mehr erwarten.

Das Tokina 11-20mm f/2.8 ist super für Landschaftsaufnahmen und enge Räumlichkeiten, die groß erscheinen sollen. Außerdem kann man mit dem Objektiv super Vloggen, weil einfach alles ins Bild passt. Ich habe es in Japan gekauft und mich direkt verliebt. Das Tokina ist einfach nur spitze!

Canon 85mm f/1.8

Ich habe lange überlegt, was für meine Zwecke sinnvoller ist. Ein 35-100mm, ein 70-200mm oder eine lichtstarke Festbrennweite. Irgendwann habe ich das Canon 85mm f/1.8* entdeckt und gebraucht zu einem Spitzenpreis auf eBay gekauft und meine Entscheidung nie bereut.

In Kombination mit Speedbooster XL von Metabones wird das Canon 85mm f/1.8 an der GH5 zu einem ca. 109mm f/1.2. Eine geniale Brennweite für Portraits und den „Film-Look“ von dem alle immer so schwärmen. Wer keinen teuren Speedbooster von Metabones kaufen möchte, kann auch einen Viltrox EF-M2 verwenden. Dieser kommt zwar nicht so nah an den Vollformat-Look ran wie der Speedbooster XL von Metabones, bringt aber insgesamt immer noch geniale Ergebnisse ein.

Vergleichbare Objektive von Panasonic oder Olympus kosten teilweise mehr als doppelt so viel wie das Canon 85mm f/1.8 und erreichen nicht den gleichen Grad an Freistellung. Voraussetzung ist hier natürlich ein Fokalreduktor oder Speedbooster, welcher je nach Wahl den Vorteil mit dem Preis fast ausgleicht. Wer allerdings einmal einen Speedbooster besitzt, kann auch andere Objektive adaptieren. Somit relativiert sich die Investition für einen Fokalreduktor.

Vor dem 85mm von Canon, habe ich auch mal das 50mm f/1.4 getestet, welches mit allerdings nicht so zugesagt hat. Das 85mm ist wesentlich schärfer und der Look einfach interessanter. Seit der Anschaffung, habe ich das Canon 85mm f/1.8 immer in meinem Kamerarucksack dabei und will es auch nicht mehr missen.

ND-Filter für Langzeitbelichtungen und Videoaufnahmen mit mehr Bokeh

Ich nutze zwei verschiedene ND-Filter. Für das Tokina 11-20mm f/2.8 verwende ich einen 10-Stop ND Filter von Gobe*. Für das Sigma 18-35mm f/1.8 verwende ich einen variablen ND-Filter*. Das sind beides sehr günstige ND-Filter, die für meine Zwecke reichen, allerdings bei falscher Verwendung (beim variablen Filter über die Markierung hinaus) zu Vignetting führen können. Einen Einfluss auf die Schärfe konnte ich nicht feststellen und wenn der Weißabgleich korrekt eingestellt wurde, hat auch hier alles gepasst.

Dual Charger – Ladegerät für zwei Akkus der Panasonic Lumix GH5

Da es den Herstellern meist ums Geld geht und sie mit ihren eigenen Akkus und Ladegeräten zusätzlich viel Geld verdienen, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen und bin dabei auf diesen Dual Charger für GH5 Akkus* gestoßen. Spart Zeit und Nerven, ist kleiner als das Original-Ladegerät und lässt sich außerdem ganz einfach über Micro-USB laden. Besser geht’s nicht.

Dummy Batterie und Netzteil für die Panasonic Lumix GH5

Wer mit der GH5 ganz ohne Akkus filmen möchte, kann auch ganz einfach ein Netzteil* dafür verwenden.

Schultergurt – Peak Design Slide Lite Black

Wer auch mal ohne Rucksack die Kamera immer schnell zur Hand haben möchte, dem kann ich den Peak Design Slide Lite Black Schultergurt* empfehlen. Dank Schnellwechselclips lässt sich der Gurt im Vergleich zu anderen Gurten schnell entfernen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Kamera nicht nur um den Hals, sondern auch am Körper seitlich anliegend an der Schulter tragen kann, was viel komfortabler ist.

Externes Mikrofon für jeden Einsatz und ohne Batterien – Rode Videomicro

Bevor ich mir das Rode Videomicro* zugelegt habe, habe ich ein Rode Stereo Videomic Pro* verwendet, welches mit Batterien betrieben werden muss. Ich bin froh, dass ich nun endlich auf Batterien verzichten kann. Die Qualität des Rode Videomicro ist für ein Mikrofon dieser Preisklasse absolut ok und z. B. zum Vloggen super geeignet, da man nicht jedes Mal aufpassen muss, dass das Mikrofon auch an ist. Dieses wird ganz einfach direkt über die Klinke mit Energie versorgt.

Sensor-Reinigungs-Kit und Blasebalg

Ein Blasebalg ist für Objektive und Sensoren ein absolutes Muss. Damit lassen sich kleinere Staubkörner ganz einfach entfernen. Für hartnäckigeren Schmutz kann man mit einem Sensor-Reinigungs-Kit* ganz einfach den Sensor selbst reinigen. Wenn ich weiß, dass ich wichtige Aufnahmen mache, habe ich immer ein Sensor-Reinigungs-Kit dabei. Im Nachhinein Staubkörner vom Videomaterial zu entfernen ist sehr mühsam und nimmt viel Zeit in Anspruch.

Deswegen sollte man immer darauf achten, dass der Sensor und die Objektive schön sauber sind.

Reisestativ – Rollei C5i Carbon

Super Packmaß, geringes Gewicht und gute Verarbeitungsqualität mit tollen Funktionen. Das Rollei C5i Carbon Reisestativ* lässt sich bis auf Augenhöhe ausfahren. Es lässt sich ganz einfach außen am Rucksack anbringen. So spart man Platz im Inneren des Rucksacks und das Stativ ist außerdem immer griffbereit und kann schnell aufgebaut werden.

Ministativ – Manfrotto Pixi

Wer zwischendurch auch mal eine Zeitraffer (Timelapse) aufnehmen möchte und dabei nicht unbedingt ein großes Stativ aufbauen will, kann und sollte zum Manfrotto Pixi* greifen. Ich habe zwei davon dabei, weil die Ministative so vielfältig einsetzbar sind. Zum Vloggen, für Zeitraffern, auf dem Tisch für Nahaufnahmen usw.

Kleiner Gimbal, große Wirkung – Zhiyun Weebill Lab

Ich konnte keinen anderen Gimbal finden, der in meinen Rucksack (Lowepro ProTactic 450 AW*) gepasst hat, ohne dabei zu viel Platz in Anspruch zu nehmen. Ich bin froh, dass ich die Suche endlich beenden konnte.

Der Zhiyun Weebill Lab* hat zwar ein paar Einschränkungen und funktioniert mit schwereren Objektiven nicht so gut, für meine Zwecke hat es allerdings gereicht.

Das 12-35mm von Panasonic und 12-60mm von Leica, sowie 11-20mm von Tokina und 85mm von Canon funktionieren problemlos. Das 18-35mm von Sigma funktioniert zwar auch, ist aber sehr schwer zu balancieren und überfordert die kleinen Motoren, sodass hier Ruckler schneller sichtbar werden und die Ergebnisse insgesamt nicht so „smooth“ sind wie mit den anderen Objektiven.

Die besten Ergebnisse erzielt man mit den Objektiven, die Dual IS 2 unterstützen.

Externer Monitor und Recorder – Atomos Ninja V

Man muss zugeben, dass der Monitor der meisten Kameras und auch der GH5 recht klein ist und Fokussieren somit oft nicht einfach ist. Ein externer Monitor wie der Atomos Ninja V* kann hier Abhilfe schaffen und außerdem noch viele weitere Funktionen anbieten, welche die meisten Kameras nicht zur Verfügung stellen.

Waveform Monitor und Vectorscope gibt es zwar auch intern in der GH5, dort sind sie allerdings sehr klein, sodass sie kaum verwendbar sind. Das funktioniert beim Atomos Ninja V wesentlich besser. Außerdem gibt es Falschfarben (Falsecolor), was die Einstellung der Belichtung kinderleicht macht.

Ich persönlich verwende aber gerne die internen Zebras (für ETTR) der GH5 und nutze die Belichtungsfunktionen des Atomos Ninja V nur sehr selten.

Ich finde, dass die wahren Stärken des Ninja V in seinen Recording-Funktionen liegen. Diese erlauben über HDMI in UHD (3840×2160) bei bis zu 60 Frames mit 10 Bit 4:2:2 aufzunehmen. Das ist intern in der GH5 nicht möglich. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Recorder in ProRes bzw. DNxHR auf SSDs aufzeichnet, was beim Schneiden sehr hilfreich ist, weil im Vergleich zu einem IPB Codec jedes Bild gespeichert wird und der Rechner somit nicht so viel leisten muss, um das Material abzuspielen. SSDs sind im Gegensatz zu teuren UHS-II SD-Karten außerdem sehr viel günstiger und bieten den Vorteil, dass man das Material direkt auf ihnen schneiden kann.

Vor allem dann, wenn es schnell gehen muss, kann es sinnvoll sein, direkt in ProRes oder DNxHr aufzunehmen.

Einen Qualitätsunterschied macht es zumindest im Vergleich zu den internen Aufnahmen der GH5 nicht – auch wenn das viele YouTuber behaupten. Das Material lässt sich zwar leichter schneiden, weil es ein All-Intra-Codec ist, aber die Qualität ist die gleiche.

Die GH5 bietet zwar ebenfalls ein All-Intra-Codec mit 400Mbps in UHD bei 25 Bildern mit 10 Bit 4:2:2, erfordert aber teure SD-Karten mit V60 bzw. V90 Standard.

Wer genug Zeit hat, sollte immer in IPB aufnehmen und anschließend mit Proxies (in DaVinci Resolve z. B. optimierte Medien) arbeiten, damit das Quellmaterial nicht zu viel Speicher in Anspruch nimmt. Das Material des Ninja V ist teilweise mehr als doppelt so groß wie All-Intra-Material von der GH5, was jede Festplatte und SSD schneller füllt, als einem lieb ist.

Es ist zwar eine Frechheit, dass der Atomos Ninja V ohne HDMI-Kabel kommt, aber zum Glück sind diese nicht besonders teuer. Außer natürlich man kauft eins direkt bei Atomos. Mit diesem HDMI-Kabel von Amazon Basic* macht ihr nichts falsch und es kostet euch kein Vermögen.

Wer den Atomos Ninja V direkt auf der GH5 befestigen möchte, dem kann ich diesen Blitzschuh-Adapter* empfehlen. Hier sollte man allerdings recht vorsichtig sein und langfristig lieber in einen Cage (Kamerakäfig) investieren, um den Blitzschuh nicht zu sehr zu belasten, da dieser sonst brechen könnte.

Externe Festplatte für den Atomos Ninja V – Sandisk Ultra 3D 2TB

Mit einer Ultra 3D 2TB SSD von Sandisk* lassen sich ca. 3,5 Stunden Videomaterial (DNxHR in UHD bei 25 Bildern mit 10 Bit 4:2:2) aufzeichnen. Die Ultra 3D SSDs von Sandisk sind in der 2TB Variante übrigens für ca. 500TBW ausgelegt. Das heißt, dass sie eine Lebenszeit von etwa 500 beschreibbaren Terabytes haben.

Damit man die SSD auch ganz einfach an den PC anschließen und dann direkt von der SSD aus schneiden kann, benötigt man noch einen Adapter*.

Dual Charger – Ladegerät für zwei NPF-Akkus für den Atomos Ninja V

Der Atomos Ninja V kommt zwar mit einem Netzteil, wer allerdings auch unterwegs damit arbeiten möchte, sollte sich am besten ein 2-er Paar große NPF-Akkus* und einen Dual Charger für NPF-Akkus* besorgen.

X-Rite ColorChecker Passport Video

Der ColorChecker Passport Video von X-Rite* erlaubt es, immer perfekte Farben in Fotos und Videos zu erlauben. Im kostenlosen DaVinci Resolve gibt es z. B. die Funktion Color Match, welche es erlaubt, die Farben an den ColorChecker anzupassen.

Danach kann jeder weitere Anpassungen treffen und einen eigenen Stil in Form von LUTs oder Presets anwenden. Vor allem beim Filmen mit mehreren Kameras kann es jedoch sinnvoll sein, zunächst alle Kameras farblich aneinander anzugleichen.

Action- und Unterwasserkamera – Sony FDR X3000

Die Sony FDR X3000* ist eine der wenigen Action- und Unterwasserkameras, die einen optischen Bildstabilisator hat und somit auch bei schlechten Lichtbedingungen keine komischen Warp-Effekte erzeugt. Dieses Problem tritt sonst nur bei elektr. Bildstabilisierung auf, wie sie z. B. in der Osmo Action* oder GoPro Hero 7 Black* vorhanden ist. Selbst wenn diese tagsüber zu besseren Ergebnissen führt, ist sie abends/nachts im Vergleich zu einer optischen Lösung meist schlechter.

Die Sony FDR X3000 kommt außerdem direkt mit Unterwassergehäuse. Es muss also nichts dazu gekauft werden.

Man muss ganz klar sagen, dass Sony hier immer noch die Nase vorne hat, auch wenn die Sony FDR X3000 bereits einige Jahre auf dem Buckel hat.

Dual Charger – Ladegerät für zwei Akkus der Sony FDR X3000

Auch für die Sony FDR X3000 gibt es einen Dual Charger*, welcher nicht nur Zeit spart, sondern zudem auch noch günstiger ist als die originalen Akkus. Von der Leistung her sind sie zwar nicht ganz so gut wie das Original, aber immer noch so gut, dass es sich lohnt.

Immer noch eine gute Drohne – DJI Mavic Pro (Fly-More-Kombo)

Wenn man weiß, wie man mit dem Material der DJI Mavic Pro* umgehen soll, kann man mindestens genau so gute Ergebnisse erzielen, wie mit der viel teureren Mavic Pro 2.

Die intelligenten Flug-Modi lassen die Mavic im Vergleich zu anderen Drohnen kinderleicht tolle Aufnahmen erzeugen. Wer ein bisschen übt, kann aber auch manuell richtig geniale Shots hinbekommen.

Im Sport-Modus konnte ich bei gutem Wind Geschwindigkeiten von über 60km/h erreichen. Die Drohne driftet nicht ab und schwebt dank verschiedener Sensoren immer nahezu perfekt in der Luft.

Die DJI Mavic Pro Fly-More-Kombo* kommt mit insgesamt 3 Akkus, der Fernbedienung, einer Tasche und einem Verteiler, sodass alle Akkus nacheinander geladen werden können.

Wenn es einen Nachteil gibt, dann hat es nichts mit der Drohne an sich zu tun, sondern mit den vielen Einschränkungen, die es inzwischen gibt. Dadurch macht Drohne fliegen einfach nicht mehr so viel Spaß wie früher. Aber wer sich an die Regeln hält und keine dummen Sachen macht, kann auch jetzt noch mit der Mavic Pro sehr viel Spaß haben!

Das 360°-Wunder – Insta 360 One X

Ich hätte zwar nie gedacht, dass ich mir irgendwann einmal eine 360°-Kamera kaufen würde, aber die Insta 360 One X* hat mich einfach überzeugt. Manchmal sieht einfach alles so gut aus, dass man gar nicht weiß, worauf man sich beim Fotografieren konzentrieren soll. Spätestens dann ist eine 360°-Kamera ein super Tool, um den Moment komplett einzufangen!

Der Selfie-Stick der Insta 360 One X* wird mit moderner Bildbearbeitung vollständig aus Videos und Fotos entfernt, sodass es so aussieht, als würde die Kamera wie eine Drohne in der Luft schweben. Die Insta 360 One X bietet einfach so viele Möglichkeiten, sich kreativ zu entfalten.

Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ist es die Software, welche leider nicht so intuitiv und einfach zu benutzen ist, wie ich es mir gerne gewünscht hätte. Außerdem gibt es einige Funktionen am Smartphone, die es nicht am PC gibt und andersherum.

Dual Charger – Ladegerät für zwei Akkus der Insta 360 One X

Hatte ich in meinem ausführlichen Video leider vergessen zu erwähnen. Inzwischen gibt es zum Glück auch für die Insta 360 One X eine Alternative zum Laden der Akkus, welche sehr viel günstiger ist als das Original. Der Dual Charger für die Insta 360 One X* kommt außerdem noch mit 2 zusätzlichen Akkus.

Der perfekte Laptop für digitale Nomaden – Dell XPS 15 9560

Wer Apple nicht mag, wird kaum eine bessere Alternative mit Windows finden. Ich habe mich damals für die beste Ausstattung des Dell XPS 15 9560* entschieden, die wie folgt aussieht:

  • Intel Core i7-7700HQ
  • 32GB RAM
  • GTX 1050
  • 1TB SSD

Der Prozessor mit 4 Kernen und 8 Threads ist super für Multitasking. 32GB Arbeitsspeicher nahezu unerschöpflich. Die GTX 1050 ist nicht schlecht, könnte aber besser sein. Und mit 1TB SSD Speicher hat man zumindest für alle möglichen Programme, die man zum Schneiden und Bearbeiten von Bildern, etc. benötigt ausgesorgt.

Wenn mir etwas am Dell XPS 15 9560 nicht gefällt, dann ist es das Throttling. Da das Gerät sehr klein ist (15 Zoll Monitor, aber von der Größe her dank Infinity Edge Display eher wie ein 14 Zoll Gerät) und im Inneren nicht besonders viel Luft ist, kann die Wärme bei voller Belastung nicht immer perfekt abgeleitet werden. Das ist allerding kein Problem, das sich nicht lösen lässt. Einmal die Wärmeleitpaste auf der CPU austauschen und ein paar Wärmeleitpads auf die Transistoren legen, damit diese über das Aluminium-Gehäuse die Wärme ableiten können und das Throttling ist beseitigt.

Ich habe bei meinem Modell übrigens einen dBrand-Skin (Black Dragon) angebracht, damit das Aluminium-Gehäuse nicht zerkratzt wird.

Das Dell XPS 15 9560* ist so ziemlich allen Aufgaben gewachsen, vor allem beim Schneiden würde ich allerdings trotzdem empfehlen, lieber mit Proxies zu arbeiten, um den Prozessor und die Grafikkarte nicht unnötig zu belasten.

Externe SSDs im Eigenbau – Sandisk Ultra 3D 2TB + ICY BOX Gehäuse

Da externe SSDs meist teurer sind, habe ich mir einfach meine eigene zusammengebaut. Ich habe dazu eine günstige Sandisk Ultra 3D 2TB SSD* in einem Prime-Deal erwischt und mir zusätzlich ein ICY BOX Gehäuse* gekauft. Das ICY BOX Gehäuse ist super, weil es wasserdicht ist und außerdem das Kabel direkt im Gehäuse integriert ist und man es somit nie vergessen kann. Bei dem Anschluss handelt es sich um schnelles USB 3.1 (Gen 2, 10 Gbit/s) mit USB Typ-C. Somit kann man auch super direkt von der SSD aus alle Videos schneiden.

Wer am Rechner keinen USB Typ-C Anschluss hat, dem kann ich außerdem noch diesen Typ-C Adapter* empfehlen, welcher den Anschluss zu einen normalen USB-Anschluss umwandelt.

Smartphone – der Alleskönner – Oneplus 5T

Smartphones sind in der heutigen Zeit einfach nicht mehr wegzudenken. Ich verwende das Oneplus 5T* z. B. um extern mithilfe eines Lavalier Mikrofons den Ton aufzunehmen, wenn ich etwas weiter von der Kamera weg stehe oder mich während der Aufnahme viel bewege.

In manchen Situationen ist es auch einfach leichter mit dem Smartphone zu filmen oder zu fotografieren. Ansonsten kann das Smartphone auch noch bei vielen anderen Aufgaben helfen. Zum Beispiel beim Organisieren von Aufnahmen oder der Planung. Meins ist mir aus Versehen sogar schon mal ins Waschbecken gefallen und hat es überlebt. Meine Kamera hätte so einen Fehler sicher nicht mitgemacht und der Schaden wäre viel größer gewesen.

Ein Smartphone kann aber auch schnell ablenken und auch ich bin nicht perfekt und nutze es, um hin und wieder mal ein paar YouTube-Videos oder Netflix zu schauen. Aber die Vorteile überwiegen ganz klar die Nachteile und letzten Endes ist es nur eine Frage der Disziplin.

Aputure A. LAV Lavalier Mikrofon

Das Aputure A. LAV Lavalier Mikrofon* lässt sich ganz einfach am Smartphone über Klinke anschließen. Damit können über den Recorder des Smartphones super Sprachaufnahmen gemacht werden. Die Qualität ist super das Mikrofon kommt mit Windschutz, sodass selbst in windigen Situationen der Ton stets glasklar ist.

Manchmal kann es zu Interferenzen kommen. Ich würde stets empfehlen, dass Smartphone während der Aufnahme in den Flugmodus zu versetzen.

Dash Charge – Schnelladegerät

Manchmal befindet man sich in einem engen Zeitfenster und kann das Handy nur sehr kurz an das Ladegerät hängen. Dash Charge (inzwischen gibt es sogar Warp Charge) ist einfach genial, weil es den Akku innerhalb von 30 Minuten auf ca. 50% lädt. Ich habe mir ein etwas längeres Dash Charge Kabel (150cm)* zugelegt, damit ich auch am Abend noch, wenn mein Akku bereits fast leer ist, ein paar abschließende Notizen machen kann und sich dabei der Akku aufladen kann.

Kleines Licht, große Wirkung – Aputure Amaran AL-M9

Vor allem beim Reisen ist es mir besonders wichtig, dass alles, was ich dabei habe möglichst wenig wiegt und zudem noch ein geringes Packmaß hat. Das Aputure Amaran AL-M9* hat beide Eigenschaften und ist außerdem richtig hell. Es kommt mit einem kleinen Täschchen, einem magnetischen Diffusor, blauer und orangener Folie, sowie Diffusor-Papier und einem Blitzschuh-Adapter, sodass das Licht ganz einfach auf der Kamera befestigt werden kann.

Ich habe mir zusätzliche dieses Folienset* hier gekauft und so zurechtgeschnitten, dass ich es einfach hinter den magnetischen Diffusor klemmen kann. Damit lassen sich unglaublich viele kreative Dinge anstellen!

Reiseadapter und USB-Verteiler

Als ich in Südostasien unterwegs war, habe ich zum einen den USB-Reiseadapter von Syncwire mit 4-USB-Anschlüssen* dabei gehabt und zum anderen noch einen Reiseadapter von Bearware mit Steckdosenanschluss und 2-USB-Anschlüssen* dabei gehabt. Beides hat super funktioniert. Mit dem Bearware Reiseadapter konnte ich zusätzlich noch meinen Laptop laden, da dieser eine richtige Steckdose benötigt hat und sich nicht über USB laden lässt.

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